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SAC EMMENTAL

Forch-Erlenbachertobel

17. Mai 2017
582. Wanderung

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Wanderbericht

Etwas aufgeregt, was der kommende Tag wohl bringen wird, bin ich schon mal aus Versehen eine Stunde zu früh aufgestanden und bemerkte das erst am Frühstückstisch. Hoppla, dachte ich, jetzt musst du aber den Blutdruck und Puls messen, um nicht unnötigerweise gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Fehlalarm, denn alles bewegte sich im Rahmen ärztlicher Empfehlungen, und ich konnte mich auf «meine» Emmentaler freuen.

Im Zürcher HB durfte ich um 08.56 wackere 31 SACler begrüssen und diese durch das emsige Treiben zum S-Bahnhof führen, was bei der angeborenen Disziplin eher eine leichte Aufgabe war. Weitere vier warteten bereits am Bahnhof Stadelhofen, wo wir dann im Weissen Kreuz den üblichen Startkaffee mit Gipfeli konsumierten.

10.03 ging’s weiter mit der Forchbahn in ruhiger Fahrt durch eines der ältesten Quartiere der Stadt Zürich und alsbald durch offene Landschaft zu unserem Ausgangspunkt Forch, für diesen Kurs auch Endstation, also war gemütliches Aussteigen garantiert. Alle freuten sich über die wirklich schöne Fahrt durch eine den meisten unbekannte Gegend.

Auf der Passerelle über der Station konnte ich den Leitern der Gruppe 2 (17 Teilnehmer) − Annemarie und Bernhard − den Verlauf der bereits ersichtlichen Route anhand einer 1:25.000-Landeskarte erklären. Die beiden haben diese Aufgabe anscheinend bestens ausgeführt, denn die vermeintlich Stärkeren konnten sie nicht mehr einholen. Oder erst im Restaurant Blüemlisalp, als diese bereits am Mittagstisch sassen.

Die Gruppe 1 (19 Teilnehmer) machte sich alsdann auf zum Wehrmännerdenkmal aus dem Ersten Weltkrieg, im Zürcher Sprachgebrauch der Orientierung wegen Forchdenkmal. Nach nur etwa zehn Minuten Aufstieg konnten wir eine einmalige Aussicht geniessen auf den Greifensee, das nahe Zürcher Oberland und vom Säntis über Glärnisch, Tödi, Rigi, Pilatus und die Voralpen bis hin zu den Berner Alpen. Dieser Blick blieb uns grösstenteils erhalten bis zum Eintauchen ins Erlenbachertobel. Aber zuerst mussten wir den Weg zu unserem Mittagshalt in Angriff nehmen. Wie immer in alterskompatiblem Tempo, sozusagen Entschleunigung.

Im Restaurant Blüemlisalp konnten wir im Garten einen feinen Zmittag geniessen bis hin zum Coupe oder weiss ich was alles. Der bereits sommerlichen Temperatur wegen war für einmal Bier oder Mineralwasser und nicht Wein angesagt. Zweidreiviertel Stunden verbrachten wir dort und alle waren begeistert von der schönen und ihnen unbekannten Gegend. Die Schweiz ist halt doch nicht ganz so klein, wenn man sie zu Fuss durchquert.

Durch das Erlenbachertobel mit den vielen kleinen und grösseren Wasserfällen und gut gesicherten Wegen und Stegen ging es dann so flott bergab, dass wir den Schiffskurs um 16.20 Richtung Thalwil gut erreichen konnten. Der Abschluss auf dem Zürichsee rundete den schönen Tag gebührend ab.

Ich habe die gemütliche Gesellschaft so richtig genossen und reiste in die andere Richtung. Zum Glück mit der S-Bahn, denn so konnte ich den HB meiden. Vier Ausser-Emmentaler konnten das nicht und sind so in das durch einen Leitungsdefekt verursachte Schlamassel geraten und vermutlich mit grosser Verspätung zurück an ihre Wohnorte Lyssach, Roggwil und Gwatt gelangt. Leider ein kleines Ärgernis nach einem so schönen Tag.

An unseren Hausfotografen Werner ein Dankeschön für die wiederum tolle Fotoserie. Nicht zu vergessen ist unser Obmann Walter, der mir vor Ort mit der Organisation sehr viel Arbeit abgenommen hat. Auch allen anderen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön, ihr habt mir wieder einmal mehr viel Freude bereitet. Es war ja auch ein wunderbarer Tag in meinem näheren «alpinen» Wirkungsfeld.

Euer SAC-Kamerad Dölf

 

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