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JO LANGNAU

Hochtourenwoche

17.07.2017 - 22.07.2017 .............
Leitung: Matthias Balmer, Silvan Gerber, Benjamin Adam, Anina Reber
Teilnehmer: Christa Maag, Rebekka Walther, Michel Kipf, Manuel Ramseier

 

Montag: Anreise

Für JO-Verhältnisse eher früh trafen wir uns gestaffelt ab 10.07 auf dem Zug. In Visp komplett ging es erstmals mit dem Zug und gutem Lunch bis nach Zermatt. Einstimmig (sieben Enthaltungen) trafen wir (oder Sile) den Entscheid, das Geld für die Bahn zu sparen und von Zermatt aus zu Fuss loszumarschieren. Der etwas längere Weg zeigte sich durchaus als lohnenswert und als gute «Anklimatisationstour». Nach ungefähr 4 Stunden standen wir auf der Terrasse der Schönbielhütte. Lange mussten wir nicht aufs Abendessen warten. Wir liessen es uns gut gehen... Da sich das Hüttenteam für 30 Gäste aus lediglich 2 Personen zusammensetzte, schnappten wir uns kurzerhand ein Abtrocktuch und halfen tatkräftig beim Abwasch mit. Für die Abwaschenden gab es als Dank ein Gratisgetränk- schon wieder gespart. Mal sehen wie «kostengünstig» wir diese Woche halten werden können.

Rebekka Walther

Dienstag: Pointe de Zinal

Hüt am morge simer am 3.00 ufgstange. Nachere rekorverdächtig knappe Stung simer losglüfe. Dür Kumme ueche simer när richtig Pointe de Zinal gstoglet. Nacheme unvergässlech schöne Grat simer de ou ufem Gipfu acho. Witer simer übere Ostgrat achekraxlet u zum Col Durant gstigiselet. Vo dert ache heimer de sogar hingertsi müesse stigisne, söfu stozig isches gsi. Nach paarne Kurve um Gletscherspaute u no ä Ufstig simer de o ir Mountet Hütte acho. Dert heimer de no chli gsünnelet u si när ä Nuk ga näh. Nacheme super Znacht u chli Toureplanig simer de ga ligä.

Manuel Ramseier

Mittwoch: Zinalrothorn

Ufgstange wi nid angers gwanet simer am 3. Nach nume grad 45 Minute isch die ganzi Gruppe parat zum losloufe gsi. Zersch übere Wanderwäg, när dür grossi Blöck u zletscht übere Gletscher simer bi Mondliecht zum Arête du Blanc ufgstige. Bim erste Tagesliecht simer i 2er Seilschafte übere imposant u scharf Firngrat uf. Scho isch volli Konzentration gforderet gsi! Während däm mir üs füre Felsgrat hei vorbereitet, het d’Annina no einisch ds Wätter checket. Gwitter si ersch am Nami gmäudet gsi, so heimer auso dr Nordgrat vom Zinalrothorn chönne i Agriff näh! Äs isch tiptop, mau am churze Seil de widr am Haublänge u zur Abwächslig no paar knifflegi Chlätterpassage obsi richtig Gipfu gange. Die erste vo üs si grad genau 5h nach Abmarsch bir Hütte ufem höchste Punkt acho. Wos de ou d’Gniesserseilschafte gschafft hei, hets füre Mätthu äs Happy Birthday uf 4221müM gä. Mit Abseilaktione, Abchlättere u loufe simer gli widr richtig Hütte. Da si üs de tatsächlech ono Lüt entgäge cho. Doch nüt gsi mit ganz allei…! Ds Highlight vo hüt isch aber när gsi, dass mir ke mühsame Gägeufstieg zur Hütte hei gha, nid so wi am Vortag. :-)

Donnerstag: Mammuth


Am Donnstig Morge hei mir chönne usschlafe. Am 6i hets Tagwach ghä. Hüt hei mir z Mammut i ahgriff gno. Nachem Z'morge si mir 300m zum Ihstig gstoglet u hei üs ahgseilet u parat gmacht füre Grat. Wius dür d Nacht chli grägelet het si die schwarze Flächte uf de Steine gschlifferig glatt gsi u mä het chli meh müesse ufpasse. Ufem Grat  geits im nä gäbige Tempo fürschi, trotz äm Giammer vo Mätthu u Benji über z schlechte Wätter. Zwüsche  düre het sich ä blaui Störrig am Himmu zeigt wo sich geng wi meh usbreitet het. D Sunne het sich chönne düresetzte u mir hei z Wätter chönne gniesse. Ufem Gipfu obe hei mir chli öpis z Nüni gno u 1,5 Stung pöiselet. Nach derä usgibige Pouse si mir witer übere Grat abgstige u ner über ä grossi Moräne zrugg zur Hütte. Ir Hütte hei mir aui chli Rösti gässe. Nachem Z'mittag hei mir no viu Usbiudig gmacht. Vom Standbou zur Materiaukund bis zur Seilhandhabig. Nachere Diskussion drüber, ob mä iz ä Nabuschnuer mit id Hochtourewuche sött nä odr nid, si ner di meiste i d Hütte öppis ga trinke. Rebekka und Michu hei dusse er massive Gneiswand no chli gchlätteret bises när Znacht het ghä. Nachem Z'nacht isch no viu verzeut u brichtet worde bis mir schliesslich i z Bett si.

Michel Kipf

Freitag: Besso - Blanc de Moming

Wir schreiben den Freitag, den letzten kompletten Tag der diesjährigen Hochtourenwoche. Um 4:00 Uhr in der Frühe klingeln unsere Wecker. Nach unserem gängigen 45 minütigen Morgenritual machen wir uns auf den Weg Richtung Besso, auch genannt dem Berg mit Herz. Ja gewiss der Aufstieg ist herzlich, mit seinen schönen Klettereien. Jedoch lässt dieser Riese unsre Herzen auch beim Abstieg höher schlagen, aus Angst, von losen Steinen und von dunklen Gewitterwolken in Not getrieben zu werden. Doch wir sind mittlerweile Spezialisten im brüchigen Gelände und die Wolken ziehen nebst etwas Schneefall ungefährlich an uns vorbei. So können wir den Rückweg über den Blanc de Moming gut passieren. Nach dem wiederum sehr spröden Abstieg  über den Dom (weitere Infos hierzu finden Sie bald in der Neuauflage „Der Bruchführer“  von Matthias Balmer), holen wir unseren Schlafmangel bei einem Sonnenbad nach. Angetrieben von Michus „Stalldrang“  kehren wir bald darauf in die Hütte zurück, und lassen den Tag bei Bier und Benjis Gelaber, und gemahlenem Tabak und Mänus Sprüchen ausklingen.

Christa Maag

Samstag: Abstieg und Heimreise

Hüt morge simer vor Mountet Hütte uf Zinal abgstige u mit Bus u Zug när hei ga tusche. Bi aune isch ds Summerprogramm witergange, teu si hei ga packe für uf Malle, angeri hei widr müesse schaffe oder si grad witer zbärg u widr angeri hei sich überleit, wime äch znächst mau sis Gepäck cha ine 25 Liter Rücksack packe…!:-) Ä wunderbari u unfallfreii Wuche isch zänd gange u mir fröie üs aui scho widr uf di nächsti Hochtourewuche!!!

Silvan Gerber

 

 

 

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